Malen ist gesund


Für Groß und Klein
Junges Mädchen malt ein Mandala aus.
mauritius images / Pitopia / Grischa Georgiew

Ob frei zeichnen oder Ausmalbilder nutzen: Malen macht Spaß, aktiviert das Gehirn und hilft gegen Stress. Das gilt nicht nur für Kinder – auch Erwachsene profitieren, wenn sie zu Stift und Pinsel greifen.

Aktivierte graue Substanz

Malen gehört zu den Dingen, die fast alle Kinder gerne tun. Auch viele Erwachsene haben Freude daran. Ungeachtet der kleinen und großen Kunstwerke, die dabei entstehen, hat das Malen eine ganze Reihe positiver Effekte auf das Gehirn. Zunächst einmal aktiviert das Malen verschiedene Bereiche des Gehirns gleichzeitig und fördert dadurch das Wachstum der grauen Hirnsubstanz. Außerdem stärkt es die Konzentrationsfähigkeit. Denn unbewusst achten Malende ganz genau darauf, wie sie den Stift oder Pinsel führen. Besonders wird die Konzentration geschärft, wenn etwas abgezeichnet oder nachgezeichnet werden soll.

Das Hantieren mit Stift und Pinsel fördert die Entwicklung der Handmuskulatur. Gleichzeitig verbessern die präzisen Handbewegungen, die beim Zeichnen und Malen nötig sind, die feinmotorischen Fähigkeiten – also die Koordination zwischen Fingern und Gehirn. Ganz besonders wird das beim Ausmalen geübt. Das trifft nicht nur auf Kinder zu. Alte Menschen, die Probleme mit der Fingerfertigkeit haben, können diese durch Malen verbessern.

Gedächtnis profitiert

Malen bringt auch das Gedächtnis auf Trab. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass bei künstlerischen Tätigkeiten neue Verbindungen zwischen den Gehirnzellen entstehen. Wissenschaftler*innen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg konnten dies in einer Studie nachweisen: Dabei absolvierten Testpersonen einen zehnwöchigen Kunstkurs. Diejenigen, die sich dabei künstlerisch betätigten, wiesen eine Zunahme der Nervenzellverbindungen im Gehirn auf. Bei denjenigen, die nur theoretischen Unterricht in Kunstgeschichte erhalten hatten, ließen sich keine derartigen Veränderungen erkennen.

Auch als direkte Gedächtnisstütze ist Zeichnen effektiv: Wer einen Text liest und danach die Inhalte zeichnet, lernt Fakten besser, als wenn er sie nur durch Sprechen wiedergibt. Denn beim Zeichnen bildet man nicht nur etwas aus dem Kopf ab, sondern man setzt sich aktiv mit der Sache auseinander. Das Malen wirkt so auf die Gedanken zurück und festigt die Inhalte.

Blick nach innen lindert Stress

Neben besseren Gehirnfunktionen verstärken Malen und Zeichnen aber auch das Wohlbefinden. Denn beim Malen richten Kinder und Erwachsene ihren Blick nach innen und beschäftigen sich mit sich selbst. Dadurch wird Stress gelindert, ähnlich wie beim Achtsamkeitstraining. Wer sich nicht traut, frei kreativ zu werden, kann sich an Ausmalbildern versuchen. Die gibt es für Kinder und z.B. als Mandalas für Erwachsene und sind ein guter Zugang, in die Kreativität hineinzufinden.

Quelle: pta heute, Sage Journals

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