Nahrungsergänzung im Blick: Natrium


Sinn oder Unsinn?
Nahrungsergänzung im Blick: Natrium
Arman Novic/Shutterstock.com

Bei Natrium denken die meisten sofort an Kochsalz (Natriumchlorid). Aber Vorsicht: Salz sorgt zwar für gut gewürztes Essen, schadet aber in zu hohen Mengen dem Körper.

Lebenswichtiger Elektrolyt

Im Körper erfüllt Natrium zahlreiche lebenswichtige Funktionen. Zusammen mit den Elektrolyten Kalium, Kalzium und Chlorid reguliert es den Wasserhaushalt. Außerdem spielt das Element eine wesentliche Rolle bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen und der Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung.

Bestandteil von Kochsalz

Über die Natrium-Versorgung muss sich glücklicherweise niemand Sorgen machen. Nahrungsergänzungsmittel mit Natrium sind deshalb nicht notwendig. Im Gegenteil: Die meisten Menschen in Industrieländern nehmen zu viel Natrium auf. Denn in Form von Kochsalz ist Natrium ein wichtiger Geschmacksverstärker für Fertiglebensmittel wie Chips, Brot und Co. Wenig Natrium hingegen ist in Obst, Gemüse, Getreide oder Nüssen enthalten.

Riskanter Salzkonsum

Da die „westliche“ Ernährung sehr viele Fertiglebensmittel enthält, essen viele Menschen zu viel Speisesalz. Dadurch nehmen Erwachsene circa 3500 Milligramm Natrium pro Tag auf - empfohlen werden jedoch nur 1500 Milligramm pro Tag. Die chronische Überversorgung bleibt nicht ohne Folgen: Natrium ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Bluthochdruck. Der schädigt auf lange Sicht die Blutgefäße und verursacht so Herzinfarkte, Schlaganfälle und Gefäßverschlüsse.

Salzaufnahme Schritt für Schritt reduzieren

Um das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen zu senken, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, weniger Kochsalz zu verzehren. Für Erwachsene liegt die empfohlene Höchstdosis bei maximal 6 Gramm Salz pro Tag – das entspricht ungefähr einem Teelöffel. Doch der Salzverzicht ist gar nicht so leicht, denn ohne Salz schmeckt das Essen oft fad. Nach einiger Zeit gewöhnen sich allerdings die Geschmacksknospen an die Umstellung. Ein erster Schritt ist, Essen nicht mehr nachzusalzen. Denn eigentlich verleihen Gewürze und Kräuter dem Essen ausreichend Geschmack. Zudem sollte man Fertiglebensmittel meiden und auf unverarbeitete Lebensmittel umsteigen.

Quellen: Elmadfa und Leitzmann: Ernährung des Menschen, 6. Auflage, utb, 2019; DGE Kochsalz, Natriumund FAQ

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