Hirn schrumpft mit


Gefährliche Magersucht
Hirn schrumpft mit

Magersucht lässt nicht nur den Körper immer dünner werden. Auch das Gehirn verliert unter der Mangelernährung an Masse.

Mangelernährung kann tödlich enden

Die Magersucht ist eine ernste psychische Erkrankung mit erheblichen Langzeitfolgen. Beginnt sie schon früh in der Kindheit, verzögert sich die körperliche Entwicklung. Zudem schädigt die Mangelernährung Organe wie Herz und Nieren, bei einigen Betroffenen endet dies sogar tödlich.

Doch nicht nur die inneren Organe, auch das Gehirn leidet unter dem Dauerhungern und schrumpft regelrecht mit. Der Hirnabbau betrifft dabei vor allem die graue Substanz in der Hirnrinde, wie man aus MRT-Bildern weiß. Die graue Substanz besteht aus den Zellkörpern der Nervenzellen. Werden sie kleiner, weiten sich im Gegenzug die flüssigkeitsgefüllten Kammern des Gehirns aus.

Beschädigte Nervenzellen

Dieser Schrumpfungsprozess spiegelt sich auch im Blut wider, haben nun Wissenschaftler*innen aus der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Dresden herausgefunden. Sie untersuchten dafür das Blut von 54 magersüchtigen Mädchen und Frauen zwischen 12 und 24 Jahren zu Beginn der Akuttherapie und nach einer deutlichen Gewichtszunahme. Als Kontrolle dienten 54 normalgewichtige junge Frauen.

Zu Beginn der Therapie fanden die Forschenden erhöhte Werte von Tauprotein und Neurofilament light (NF-L) im Blut. Diese Proteine kommen in Nervenzellen vor. Ihr Anstieg im Blut steht vermutlich für eine Schädigung derselben im akuten Stadium der Magersucht, schreiben die Forscher*innen. Das aus den Astrozyten stammende GfA-Protein war ebenfalls im Blut erhöht. Dies ist ein Hinweis darauf, dass auch diese wichtigen Stützzellen des Gehirns durch die Magersucht angegriffen werden.

Mit dem Gewicht wächst auch das Hirn

Zum Glück ist die Hirnschrumpfung bei Magersucht meist reversibel, d.h. das Hirnvolumen nimmt mit steigendem Gewicht wieder zu. Dass bei ausreichender Ernährung die Nerven- und Stützzellen nicht weiter zu Schaden kommen, unterstreichen auch die von der Forschergruppe untersuchten Blutwerte: Denn bei den 54 Patientinnen glichen sich nach erfolgreicher Gewichtszunahme die Proteine NF-L und GFA denen der Kontrollgruppe an. Warum die Tauproteine nicht sanken, ist allerdings unklar.

Quelle: Ärzteblatt

Bei uns können Sie ihr E-Rezept                       einlösen !

Der Patient reicht das Rezept per Rezeptcode ein. Patientinnen und Patienten können über die E-Rezept-App anfragen, ob ihr Medikament bei uns verfügbar ist und dieses digital bestellen.
 Oder sie kommen mit einem ausgedruckten Rezeptcode direkt in Ihre Apotheke und lösen das Rezept dort ein.

Jetzt neu !
e-REZEPT über Card Link bei uns einlösen.
Dazu einfach die ApothekenApp auf dem Smartphone instalieren .

Mehr Informationen unter:

E-Rezept | gematik


 

News

Ingwer für das Immunsystem
Ingwer für das Immunsystem

Stimulation der weißen Blutkörperchen

Ob in Getränken oder Speisen: Ingwer hat sich in der deutschen Küche einen festen Platz erobert. Die scharfe Knolle schmeckt aber nicht nur, sondern leistet auch als Heilpflanze gute Dienste – etwa indem sie das Immunsystem anregt.   mehr

Ist Low Carb besser als andere Diäten?
Ist Low Carb besser als andere Diäten?

Blick in Studien

Low-Carb-Diäten basieren auf dem Prinzip, möglichst wenig Kohlenhydrate zu essen. Mit dieser Methode lässt sich ziemlich sicher Gewicht reduzieren. Fraglich ist aber, ob Low Carb besser funktioniert als andere Diäten.   mehr

Stillen: Am besten 12 Monate lang
Stillen: Am besten 12 Monate lang

Gut für Mutter und Kind

Stillen ist gut für Mutter und Kind. Eine neue Leitlinie fasst die wichtigsten Empfehlungen rund ums Stillen zusammen.   mehr

Alarmzeichen bei Rückenschmerzen
Alarmzeichen bei Rückenschmerzen

Nachts oder von Fieber begleitet

Rückenschmerzen sind weit verbreitet – und zum Glück meist harmlos. In manchen Fällen können allerdings ernste Erkrankungen dahinterstecken. Bei bestimmten Warnzeichen sollte man zügig eine Arztpraxis aufsuchen.   mehr

10 Tipps fürs Wandern im Alter
10 Tipps fürs Wandern im Alter

Richtig planen!

Wandern ist ein wahrer Jungbrunnen: Es tut Herz und Gehirn gut, bessert Haltung und Trittsicherheit und baut Stress ab. Das gilt auch für ältere und alte Menschen. Damit sie von den Vorteilen des Wanderns profitieren, sollten einige Regeln beachtet werden.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im April

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Temperaturalarm im Kinderzimmer

Wie misst man die Temperatur am besten? Muss man Fieber senken? Und vor allem: Wann muss das Fieberk ... Zum Ratgeber
Möwen-Apotheke
Inhaber Athanasios Varzacis
Telefon 030/82 30 90 19
Fax 030/82 30 90 20
E-Mail moewen-apotheke@gmx.de